Mods, Target und Wiggo

Dem aufmerksamen und kundigen Beobachter dürfte es nicht entgangen sein, Bradley Wiggins (Wiggo) Zeitfahrhelm zierte ein Target, das klassische Zeichen der Royal Air Force, aber es war auch „das“ Zeichen der Mods. Wiggo ist Tour de France-Sieger, aber ist er auch ein Mod, oder ein eher verkappter Air Force Pilot? So wie er das Zeitfahren dominierte wohl eher Pilot. Es war wirklich der Stil eines überlegenen Champions, wie er die Konkurrenz düpierte.

Trotzdem kamen mir, beim Anblick des Targets auf seinem Helm, als erstes die Mods in den Sinn. Quadrophenia, The Who, Vespas und Lambrettas, Rocker vs. Mods, der harte Weg der Selbstfindung. Die wilden 60er Jahre – und Wiggo schaut doch mit seinen Koteletten auch ein bischen so aus, wie aus dieser Zeit. Er könnte aber durchaus Schüler auf Hogwarts sein.

Nun, hier die Auflösung. Bradley macht Werbung für Fred Perry. Die Marke mit dem Lorbeerkranz, und damit ist die Royal Air Force auch gestrichen. Denn Fred Perry war die Marke der Mods und später auch der Skinheads und in den frühen 90er Jahren bei den Ostdeutschen Neonazis beliebt. Am „Nazi-Image“ knabbert die Marke auch heute noch ein bischen, obwohl sie sich immer gegen eine politische Vereinnahmnung gewehrt hatte (Quelle Wikipedia).

Nun, die Polos und auch die Trikots sind wirklich nett anzuschauen, aber wie Bradley selbst sagt, besser geeignet für „off cycling“. Sprich für Eisdielen-Poser top, für ernsthaftes Radfahren wenig geeignet. 100 % Cotton Pique ist halt nicht das Wahre, dazu kommt noch der wenig attraktive Preis. Aber so ist das halt, wenn man eine Marke kauft.

Hier der Link zu Fred Perry Cycling Wear.

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