Das Verlassen eines Münchner Radweges


Größere Kartenansicht

Es ist eine beliebte Strecke, für die Fahrradfahrer im Münchner Süden, um zügig das Stadtgebiet zu verlassen. Sie führt über die Fürstenrieder Strasse am Waldfriedhof vorbei und schwenkt dann in südliche Richtung. Ungefähr auf der Höhe des Knickes der Sonthofener Strasse trennt nur ein kleiner Grünstreifen den Radweg und die schmale Einbahnstraße die am „Link geräumt“ in die Olympiastrasse mündet. Der Radweg, der diese Bezeichnung eigentlich nicht verdient, denn genauso könnte man eine halbverfallene Trapperhütte in Alaska auch Haus nennen, also dieser Teerflickerlteppich ist für einen flott fahrenden Rennradler eine Zumutung. Und so wechsle ich an diesem Abschnitt, es sind ca. 30 – 40 m, auf die Teerstraße. Doch dieses Mal sollte das gründlich in die Hose gehen. Der Grünstreifen war vom nächtlichen Regen aufgeweicht und so hat es mir, wie man so schön sagt „den Lenker verrissen“ und ich landete höchst unsanft auf dem Asphalt.

Glücklicherweise ist der Sturz doch glimpflich abgegangen. Abschürfungen und eine Rippenprellung sind zwar unangenehm aber doch erträglich. Was mich ärgert (und das schon lange Jahre) ist der katastrophale Zustand dieses Radweges, der letztendlich der Auslöser für den Sturz war. Da diese Strecke von vielen Pendlern, Touren- und Rennradlern, die über die Fürstenrieder Strasse stadtauswärts oder -einwärts fahren, benutzt wird, werde ich demnächst nochmal ausführlich über diesen Abschnitt berichten.

Ach ja; dem guten alten Müsing is nix passiert, auch nur Kratzer! 🙂

Kommentare (6) Schreibe einen Kommentar

  1. Na da haelt sich mein Mitgefuehl aber in Grenzen. Da muss man sein Rennblut halt im Zaum halten und sich die Kraft fuer nach dem ‚Link Geraeumt“ aufsparen, gell! Lohnt sich doch eh nicht, da man dort dann Vorfahrt achten muss. Schnellfahren kann man dort doch nicht. Kuerzlich kam mir auf diesem Radweg ein Rudel Normalradler in voller Breite entgegen …. nach der unuebersichtllichen Ecke im „dschungelaehnlichen“ Abschnitt.

    [Ich bemerke ab und zu ganz wilde Rennradler, die diese Einbahnstr auf dem Rueckweg stadteinwaerts benutzten.

    Man kann nur hoffen, dass die sog. Radlhauptstadt nach der Neurieder Str. weiter nach Sueden asphaltiert. Die neue Oberflaeche dort kommt mir jetzt aber stumpf und damit langsam vor. Evlt. ist das Zeug noch nicht richtig ausgehaertet.

    Stadteinwaerts ist der Radweg (suedlich der BAB auch nicht so dolle (bis zum KieslbachPaltz) Eigentlich ist das alles ziehmlich katastrophal. Aber 1 paar 100 Mio fuer den Gasteig die gibt’s. Und weil’s so schoen ist gleich noch eine Philharmonie!

    Gruss vom roten Stahlradfahrer!

    Antworten

    • Hallo Stahlradfahrer,
      naja, so schlimm war es auch nicht. Wie die meisten, gebe ich erst nach dem »Link geräumt« Gas. Mich nervte nur der schlechte Zustand des Radweges, was ja durch die Sanierungsarbeiten spätestens im Frühsommer Geschichte sein dürfte. Als häufiger Nutzer dieser Strecke kenne ich natürlich die von Dir angesprochenen markanten Punkte »der dschungelähnliche Abschnitt« oder auch den südlichen Abschnitt (teilweise auch in einem schlechten Zustand) zum Luise Kiesselbach Platz. Auf Grund der Baustelle momentan eh nicht empfehlenswert. Bis das alles mal optimiert ist wird es wohl noch eine Zeit dauern. Nichts­des­to­trotz, ich mag es einfach direkt von der Haustüre loszufahren und nicht erst mit dem Auto oder dem MVV (wäre schon eher eine Option) zum Start »anreisen«.

      Für den Gasteig wird wohl erst nur 12 Mio für eine Minisanierung geben, aber Geld für Kultur finde ich in Ordnung. Da gibt es viele Beispiele wo Steuergelder sinnfrei verplempert werden.

      Gruss Klaus

      PS. Mit dem Asphalt bin ich absolut happy 🙂

      Antworten

      • Gestern abend („Zwischenhoch“) habe ich an der Stelle dort einen Rennradler auch beim ‚V. e. M. R.“ beobachtet. Jessas, der ist dann unten bei der ‚Einmuendung der Vorfahrtsstrassse‘ voll durchgebrettert (so ein Gottvertrauen hab ich nicht). Ich bin oben brav die Schikane gefahren, hab dannach von hinten noch kurz sein elektronisches Schaltwerk bewundert. Hat ihm aber alles nix genuetzt; hab ihn dann bei der Rueckfahrt von Percha noch den Berg runter-/entgegenfahren gesehen 😉

        Antworten

        • Welche Runde bist Du dann gefahren? Ich war gestern schon am frühen Nachmittag unterwegs. Wangen – Kloster – Pupplinger Au – Wolfratshausen – Höhenrain – Aufkirchen – Berg – Percha etc.

          Antworten

          • I.d.R. fahre ich so:
            http://www.bikemap.net/de/route/464780-au-percha-au/

            Ich war aber erst abends unterwegs und zur Verteidigung des ‚Verlassers‘: Er hatte einen Rucksack aufm Buckel. (Berufspendlerballast?)

            Letzte Woche war ich in Muenster. Bin dann mal von MS nach Arnhem (Arnheim) gefahren (wollte eigentlich nach Utrecht, aber: Reifendefekt & Regen). 95% der Hollaener fahren wie ich: ohne Styroporhut.

  2. Wenn ich nicht die Forstenrieder Allee von Anfang an nehme, fahre ich diese Bad-Wörishofener-Str. (der Grünstreifen ist also zum Barfußkneippen da!) entweder ab Neurieder Str. an über das, was manche fälschlich schon für die Autobahn halten oder ab der Königswieser.

    Antworten

Kommentar verfassen