Armstrong

Die US-Antidoping-Agentur USADA hat gestern abend eine 200-Seiten starke Zusammenfassung ihres Untersuchungsbericht (Statement) in der Causa Armstrong veröffentlicht (pdf hier). Überrascht hat das Ergebnis nicht, erstaunlich nur die Rigorosität mit der Armstrong und wohl auch Johan Bruyneel, Teammitglieder unter Druck gesetzt haben, damit diese ebenfalls durch Dopingpraktiken ihre Leistungen verbessern. Die beeideten Aussagen der Fahrer, die als Kronzeugen auftreten, dürften nicht nur Armstrong und Bruyneel sondern auch den Verantwortlichen der UCI noch schlaflose Nächte bereiten.

Die UCI geht gerichtlich gegen Paul Kimmage vor. Der irische Ex-Rennfahrer der jetzt als Journalist arbeitet hatte die Führung der UCI heftig kritisert.
Bei Jonathan Sachse gibt es weitere umfangreichere Informationen und auch ein Aufruf zur Hilfe für Kimmage.

Die umfangreichen USADA-Ermittlungen (insgesamt 1.000 Seiten) werden von vielen Seiten her, als eine Chance gesehen für einen echten Cut, hin zu einem sauberen Sport. Ich habe da meine Zweifel. Da selbst Hobbyfahrer dopen, und wie kürzlich bekannt geworden, ein Vorstandsmitglied des Dänischen Radsportverbandes bei einem Seniorenrennen positiv getestet wurde, gehe ich davon aus, dass manche Sportler, auch unabhängig von der Erwartung eines finanziellen Vorteils, schlicht und einfach ihre körperliche Leistung verbessern wollen.

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