Herzgeschichte

Der Inhalt dieser Internetseite dient nur informativen Zwecken. Ich bin kein Arzt und dies ist meine persönliche Geschichte und keine medizinischen Empfehlung. Jeder Körper reagiert anders, daher sollten diese Informationen nicht benutzt werden anstelle oder als Ersatz für professionelle medizinische Behandlung oder professionelle medizinische Beratung. Es gibt keinen Ersatz für die individuelle medizinische Behandlung und dem Ratschlag ihres Hausarztes.

Ich möchte hier nur kurz meine Geschichte erzählen. Detaillierte Informationen zu Strophantin und zur Paleo-Ernährung finden Sie über die Links am Artikelende.

Bei dieser Gelegenheit bedanke ich mich bei Dr. Debusmann für seine informative Webseite zum Thema Strophantin und seinen unermüdlichen Einsatz, bei Rolf-Jürgen Petry für sein grossartiges und umfassend recherchiertes Buch über Strophantin, sowie bei Constantin Gonzalez Schmitz und Felix Olschewski für Ihre umfangreichen Blogs zum Thema Paleo-Ernährung. Das alles hat mir sehr geholfen. Vielen Dank!

 

Der Infarkt

Die Werte waren eindeutig, ein Infarkt. Mit 50 Jahren, also im »besten Mannesalter« wie man so schön sagt, erwischte es mich. Das war 2008 und ich gelangte zum erstenmal so richtig in die Maschinerie unseres Gesundheitswesen. In einer ersten Kathederbehandlung bekam ich zwei Stents, drei Monate später wurde noch einer gesetzt. Dazu kam die Standartmedikation, Blutdrucksenker, Cholesterinsenker, Betablocker (Senkung der Ruheherzfrequenz und des Blutdrucks), Diuretika (dienen ebenfalls zur Senkung des Blutdrucks) und Aspirin in Form von ASS 100 zur Blutverdünnung. Diese Medikation beruht hauptsächlich auf der These, dass ein Infarkt durch verengte Blutgefässe ausgelöst wird. Um meine »schlechten« Cholesterinwerte wusste ich seit vielen Jahren Bescheid. »Das sei genetisch bedingt«, erklärte mein Internist und weiter »so schlecht kann man gar nicht essen«. Das verschriebene Medikament nahm ich zwar, aber als es aufgebraucht war dauerte es über acht Jahre bis ich mich mal wieder zu einem Arztbesuch aufraffen konnte. Noch im Krankenhaus beschloss ich erst einmal bis auf den Cholesterinsenker alle Medikamente abzusetzen.

Schon kurz nach dem Krankenhausaufenthalt und einer ambulanten REHA begann ich meine sportlichen Aktivitäten in Form von Radfahren wieder aufzunehmen. Ich war in sportlicher Hinsicht immer sehr aktiv und leistungsfähig. Als jugendlicher Mittelstreckler (u. a. ein Landesmeistertitel) wurde ich ins Förderkader des DLV aufgenommen, hatte jedoch bald keine Lust mehr auf das ganze Prozedere im Leistungsport. Den Spaß am Laufen behielt ich und trainerte weiter, teilweise mit sehr hohen Umfängen, jedoch immer nach Lust und Laune. Ein Problem mit einer Bandscheibe, als ich ca. Mitte 30 war, machte es mir unmöglich weiter zu laufen. Da ich parallel dazu mit dem Bergsteigen, Klettern und Radfahren begonnen hatte, war ich weiterhin körperlich sehr aktiv. So fühlte ich mich bis Anfang 40 eigentlich immer noch im »Gott-Modus«, unzerstörbar, alles wegsteckend. Zum Jahrtausendwechsel hatte ich noch angefangen Radmarathons zu fahren, als durch berufliche und auch familiäre Entwicklungen der Sport ins Hintertreffen geraten ist. In den folgenden Jahren (2003 bis 2008) vor meinem Infarkt bemerkte ich sehr deutlich wie meine körperliche Leistungsfähigkeit nachgelassen hatte.

Aufgrund meiner sportlichen Vorgeschichte suchte ich nach Kardiologen die auch Erfahrung in der Sportmedizin hatten und fand über das Internet das Zentrum für Sportmedizin und Prävention der TU München. Schon damals entdeckte ich im Internet auch das Buch von Rolf-Jürgen Petry »Die Lösung des Herzinfarkt-Problems: Strophanthin – Über die Verhinderung der optimalen Vorbeugung und Behandlung«, doch die Tatsache, dass ich ein renomiertes Institut gefunden hatte, liess mich das Strophantin wieder in den Hintergrund rücken. Nach einer eingehenden Untersuchung, bei der auch eine Belastungshypertonie festgestellt wurde, legten mein behandelnder Arzt und der Institutsleiter meine Medikation fest. Die war identisch mit den im Krankenhaus verordneten Mitteln. Der Betablocker wurde auf meine Initiative hin ausgetauscht, denn ich hatte gelesen, dass der Wirkstoff Nebivolol die Aktivität der Patienten, im Gegensatz zu den anderen Betablockern (z. B, Bisoprolol), kaum beeinflusst.

Damit ging es mir ein Jahr lang halbwegs gut. Ich fuhr wieder regelmässig Fahrrad und fühlte mich etwas fitter, versuchte optimistisch zu sein. Gleichzeitig wurde ich oft sehr müde, hatte Glieder- und Muskelschmerzen, war leicht gereizt und auch teilweise depressiv gestimmt. Im zweiten Jahr nach dem Infarkt verschlimmerte sich diese Situation, absolute Lustlosigkeit, ich schaffte es nicht mehr auf Fahrrad zu steigen. Ich resignierte, es ging mir einfach schlecht. In dieser Situation habe ich nochmal an Gewicht zulegt. Bei 179 cm kam ich auf 88 – 89 Kilo.

Strophantin

Es war ein rettender und glücklicher Zufall als Wilhelm, ein sehr netter Mensch, den ich im Internet kennenlernte, mich wieder auf das Strophantin aufmerksam machte und mir nahelegte es zu probieren. Meine Hausärztin verschrieb mir dann das Medikament »Strodival MR« von Meda Pharma, das bedauerlicherweise seit 2012 nicht mehr produziert wird. »Es würde gut eine Woche dauern«, meinte Wilhelm, »bis ein wirksamer Pegel im Körper vorhanden sei«. Es war schon nach zwei Tagen wie ein Wunder. Mit dreimal täglich zwei Kapseln fühlte ich mich deutlich besser, wacher, agiler und in besserer Stimmung. Kurze Zeit darauf war ich wieder so motiviert, dass ich mein Radtraining wieder aufnahm. Durch das regelmässige Fahrradfahren verbesserte sich meine Fitness und auch allgemein fühlte ich mich immer besser.  Nebenbei verschlang ich alle Texte die ich über Strophantin finden konnte und begann nach und nach alle Medikamente abzusetzen. Damit verschwanden selbstverständlich auch die Nebenwirkungen, die, so glaube ich, meist unterschätzt werden.

 

Ernährung

Trotz der sehr positiven Entwicklung und ca. 6000 Jahresilometer auf dem Fahrrad verlor ich nur wenig an Gewicht. Ich erklärte mir das mit meinem Alter und einem Stoffwechsel der halt nicht mehr dem eines Zwanzigjährigen entspricht. Auch gewisse Wehwehchen liessen sich so begründen.

»Wenn Du 50 bist und es tut Dir nichts weh, wenn Du morgens aufwachst – dann bist Du tot«

Mir war bewusst, dass ich mich nicht ganz optimal ernähre. Aber wenn ich an die Ernährungstipps in der REHA denke, war ich gar nicht mal so schlecht. Keine Fertigprodukte, selbst kochen, ich habe sogar hervorragende Brote gebacken. Gut etwas mehr Gemüse hätte es sein können.
Wieder einmal half der Zufall, als ich im Netz auf »Paleosophie« stiess. Was soll das denn? Hinter dem Weblog »Paleosophie« steht Constantin Gonzalez Schmitz. Der Diplom Informatiker schreibt das Weblog http://blog.paleosophie.de/ – Paleosophie / Tipps und Hintergründe für den moderenen Urmenschen. Es geht um Ernährung, um Paleo- oder Steinzeiternährung. Genetisch noch nicht angepasst ernähren wir uns zu kohlenhydratreich, insbesondere der Weizen, ein Superkohlenhydrat bekommt uns weniger gut. Nachdem ich fast alle Artikel auf dem Blog gelesen hatte, folge ich noch dem Link zu Felix: http://www.urgeschmack.de/ (ebenfalls fundierte Infos zur Steinzeiternährung einschliesslich Rezepte). Beide Autoren recherchieren akribisch und bieten dem Leser wertvolle und sehr gut aufbereitete Informationen zum Thema Paleoernährung.

Dann habe ich noch diesen Film angesehen:

Danach war klar – das probiere ich aus! Fisch, Fleisch, Obst und Gemüse.
Der Film und die Informationen in den Blogs haben natürlich alles über den Haufen geworfen was man mir in der REHA nahegelegt hatte, was z. B. die Deutsche Gesellschaft für Ernährung grundsätzlich empfiehlt und was ich selbst so geglaubt hatte.

Aber…

… schon kurze Zeit nach der Ernährungsumstellung verlor ich sehr schnell an Gewicht, Gelenkschmerzen die ich hatte verschwanden, meine Beweglichkeit verbesserte sich, die Verdauung normalisierte sich, der ganze Magen-Darmtrakt wirkte entspannter, meine Leistungfähigkeit beim Radfahren verbesserte sich deutlich. Es war mal wieder wie ein kleines Wunder. Ich hatte mich für die sogenannte Primal-Variante der Paleo-Ernährung entschieden, das bedeutet auch den Verzehr von Milchprodukten. Allerdings ist dieser bei mir nicht sehr hoch. Ich nehme etwas Quark mit Gewürzen und Obst zu mir, Rohmilchkäse und Weidebutter, wobei die Butter ein perfektes Fett ist. Hier gibt es keine Bedenken. Gelegentlich esse ich auch Reis oder mal Kartoffeln.
Als ich im letzten Winter wieder öfter mal eine Pasta oder selbstgemachte Pizza gegessen hatte, bemerkte ich deutlich wie negativ sich das auf mein Befinden auswirkt. Es ist IMHO wirklich besser auf Getreideprodukte zu verzichten. Ich konnte z. B. auch feststellen, dass sich durch Paleo mein Hungergefühl veränderte. Ich komme mit weniger Nahrung aus und bin trotzdem körperlich sehr leistungsfähig.

 

Aktuell…

… liegt mein Gewicht bei 73/74 kg. Seit Januar 2013 habe ich kaum Weizen mehr zu mir genommen. Das wird auch so bleiben. Medikamente nehme ich keine bis auf Strophantin (Tropfen), davon allerdings auch nur noch die Hälfte der empfohlenen Menge. Manchmal vergesse ich es auch. Um der Belastungshypertonie entgegenzuwirken nehme ich gelegenlich Homviotension oder trinke Rote Bete Saft. Tatsächlich kümmert es mich wenig. Ich bin ausdauernd und fit. Die Ernährungsumstellung halte ich für sehr wichtig, da dies auch einer Übersäuerung des Körper entgegenwirkt und nicht wenige sehen beim Herzinfarkt als Ursache eine Übersäuerung des Herzmuskels. Meine Blutwerte sind alle tadellos. Die schlechten Cholesterinwerte haben sich, siehe da, stark verbessert. Die Ärzte hätten sie zwar gerne noch niedriger, aber das kümmert mich wenig.

Vor zwei Jahren hatte ich mir als Ziel gesetzt an einem Tag von München in meine fränkische Heimat mit dem Rennrad zu fahren. Kürzlich habe ich das realisiert und ich bin mir absolut sicher, dass ich das dem Strophantin und der veränderten Ernährung zu verdanken habe. Ich schreibe das hier um zu zeigen, dass es nach einem Herzinfarkt auch andere Wege und Möglichkeiten gibt um wieder gesund zu werden und zu bleiben. Gesundheit ist ein Geschäft geworden und wirtschaftliche Faktoren stehen über den Bedürnissen der Menschen. Es ist das System das krankt und nicht mehr den Menschen dient. Strophantin ist ein gutes Beispiel wie ein bewährtes und nebenwirkungsfreies Medikament erfolgreich durch die Pharmalobby diskreditiert wurde. Statt dessen wurden Betablocker, Blutdrucksenker etc. platziert und selbst aus der medizinischen Lehre ist das Strophantin verschwunden. Vermutlich ist dies auch kein Einzelfall. Übrigens, die Firma Meda Pharma stellt seit über einem Jahr Strodival MR nicht mehr her. Auf Emails hat die Firma nicht reagiert. Glücklicherweise gibt es einige Apotheker die Strophantin-Lösungen herstellen und jetzt auch wieder Kapseln. Bleibt zu hoffen, dass diese Möglichkeit noch lange bestehen bleibt.

Zum Abschluss – wer Fragen an mich hat, kann sich gerne melden. post(at)gelegenheitsradler.de

München – Franken auf einen Rutsch

Bildschirmfoto 2013-09-04 um 16.01.26

kurzer Bericht und Bilder hier

Links

Sehr umfangreiche Webseite über Strophantin von Dr. Debusmann – www.strophantus.de
Die Lösung des Herzinfarkt-Problems: Strophanthin. Über die Verhinderung der optimalen Vorbeugung und Behandlung

Wilhelms Seite – Infos und Links zu Strophantin

http://blog.paleosophie.de/
http://www.urgeschmack.de/

Zum Getreideverzehr gibt es ein interessantes Buch eines amerikanischen Kardiologen Dr. med. William Davis
Weizenwampe: Warum Weizen dick und krank macht

Horst Seehofer über die Pharmalobby:

Interessanter Katheder-Film der zeigt, dass auch hinter der Stenose das Herz noch perfekt durchblutet ist.

http://www.herzinfarkt-alternativen.de/

Kommentare (2) Schreibe einen Kommentar

  1. … ein kleiner Gruß an den “ gelegenheitsradler “ aus Schleswig – Holstein.
    Lieber Gelegenheitsradler, ich schreibe sehr spontan da ich gerade in unterschiedlichen Bereichen bei “ strophantus. de / Dr. Debusmann “ unterwegs war und auf den Bericht des “ gelegenheitsradler’s “ stieß. Der ausschlaggebende Grund meiner Mail ist, dass ich genau den umgekehrten Weg, nämlich erst Felix – Urgeschmack und Constantin – paleosophioe und Nico Richter – Paleo 360 machte.Nachdem ich durch meine Ernährungsumstellung auf Paleo eigentlich “ unmöglich “ positive Laborwerte ereichte, so das ich Medikamente absetzen konnte, was bei meiner Erkrankung wie gesagt unmöglich ist sind meine behandelnden Ärzte und ich positiv irritiert. Dann begann das nächste Drame, der Blutdruck stieg wieder in schreckliche Höhen…? Bis mir der Zufall etwas vor Auge führte, nämlich das blutdrucksenkende ,abgesetzte Medikament wird auch bei Herzinsuffiziens eingesetzt, dass bedeutete, dass meinem Herzen nun die “ Unterstützung“ fehlt. Ich suchte im Internet, wie so oft schon nach Hilfe und dabei kam ich auf die Seite “ strophantus.de „, welch ein Glück. Dann begann die Suche nach einem Arzt der mir Strophanthin verschreibt…! Da wo ich es am allerwenigsten erwartete bekam ich Hilfe, bei meinem Nephrologen. Obwohl Schulmediziner möchte Er mich auf meinem Weg begleiten, weil Er es so unglaublich wunderbar findet, was ich bisher obwohl eigentlich unmöglich, erreicht habe. Nun nehme ich die Urtinktur von Maros seit 6 Tagen ein, ein paar Begleiterscheinungen habe ich aber das wird schon. Ich spüre eine innere Ruhe, kann besser schlafen und erste kleinste Besserungen in Sachen Bluthochdruck machen sich bemerkbar, ich bin voller Zuversicht auf eine schönere Zeit. Ihr Bericht ermutigt mich weiterhin in meinem Tun.
    Ein HERZlicher Gruß,
    Monika Horx

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  2. Hallo Gelegenheitsradler,
    ich bin 49 aktiver Triathlet und hatte dieses Jahr paroxysmales Vorhofflattern.
    Nach Sportmed. Untersuchung wurden Herzrhythmusstörungen festgestellt.

    Ich bekam eine Kardioversion und Blutverdünner Lixiana verpasst.

    Nach der Kardioversion war mein Sinusrhythmus wider hergestellt.Lixiana nach 6 W.
    abgesetzt.
    Nun nach Ausschluss anderer Ursachen Schilddrüse, sagte mein Hausarzt, dass
    man mit neurologischen und muskulären Verspannungen bis zu deren Ausheilen bis zu 3 Monate warten muss.

    Ich kann wieder Sport treiben aber die Sensibilitätsstörungen in Ruhe liegen mal mehr mal weniger vor. Mein Heilpraktiker empfiehlt Strophantin allerdings in Kapselform.
    Er hat noch einen Arzt der diese verschreibt.

    Ich nehme Strophantus D4 Tropfen tgl. 10 Tropfen und soll bis auf 30 ansteigen weil ich Angst habe, dass die Kapsel zu stark ist und ich meinen Sinusrhythmus verliere.

    Als Ursache wurde von meinem Hausarzt geäußert, dass es entweder stressbedingte Ursachen oder ein verschleppter Infekt sei.

    Ich habe Angst, dass noch was grassiert obwohl der Arzt sagt ich muss mir keine Sorgen machen.
    Beschwerden habe ich bis jetzt nicht beim Sport aber die Ticks nerven.

    Kannst du mir was empfehlen?

    Diagnose lt. Schluckecho: leichtgradige Aortenklappeninsuffizienz bei Durchflussmenge 95 %.

    Wie stehst Du dazu?

    Kann ich Strophantin bedenkenlos einnehmen?

    Ich weiß Du bist kein Arzt aber nur vorausgesetzt Du wärst an meiner Stelle

    Danke vielmals.

    Didi

    Antworten

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