Pedale – wie man sich bindet

Der ältere Leser erinnert sich noch an die Pedalkäfige. Die Füße in den Radschuhen mit Holzsohle wurden mittels eines Lederriemens fest im Pedalkäfig verzurrt. Das produzierte so manchen »Umfaller«, nicht immer gelang es die Riemen rechtzeitig zu lösen. Bei unvorhersehbaren Situationen stieg der Adrenalinspiegel drastisch.

Bicycle_pedal,_quill_type,_early_1980s,_Campagnolo_SL_road

Die innovative Firma Look löste dieses Problem mit ihrem Look-Pedal Anfang der 80er Jahre. 1984 erreichte das Pedal die Serienreife. Mit Hilfe von Cleats (Schuhplatten die an die Sohle geschraubt werden) wird der Schuh fest mit dem Pedal verbunden.  Ebenfalls seit Mitte der Achtziger bietet der US-amerikanische Hersteller  Speedplay sein System an. Es ähnelt technisch einer Ski-Bindung und nach einer kurzen Eingewöhnung funktioniert das Ein- und Ausklinken völlig intuitiv.

Eigenständigkeit bekommt Speedplay durch eine besonders kompakte und leichte Bauform des Pedals, sowie durch eine sehr ergonomische Ausgestaltung der Bindung. Mit 11,5 Millimetern baut sie deutlich flacher auf als viele andere Systeme und bietet sehr viel (knapp 15 Grad) seitliche und widerstandslose Bewegungsfreiheit für das Knie. Die individuelle Anpassung an den Fahrer unterstützt Speedplay zudem durch ein Angebot von insgesamt vier verschiedenen Achslängen. Die Speedplay Zero-Pedale sind in acht Farben erhältlich, wiegen ab 130 Gramm (zzgl. Pedalplatten) und kosten ab 139,95 Euro. Fahrerinnen und Fahrer die Knieprobleme haben, sollten sich dieses Pedal mal genauer ansehen.

 

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  1. Bei Speedplay gibt es noch zu erwähnen, daß es verschiedenste Shims gibt, die man unter die Schuhe legen kann um unterschiedliche Beinlängen auszugleichen oder die Fußstellung zu korrigieren.

    Meines wissens bietet das sonst kein Hersteller von Pedalen.

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